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Mietwagen Zusatzkosten sparen: 7 versteckte Gebühren, die Sie vermeiden können

5 Min. Lesezeitmietwagensparen.de

Sie haben den perfekten Mietwagen gefunden – der Preis im Internet sieht unschlagbar günstig aus. Doch an der Theke wartet die böse Überraschung: GPS 15 € pro Tag, Kindersitz 10 € pro Tag, Zusatzfahrer 13 € pro Tag. Plötzlich kostet der Mietwagen fast das Doppelte.

Das muss nicht sein. Mit den richtigen Strategien können Sie die Mietwagen Zusatzkosten drastisch reduzieren – oft um 50 bis 60 Prozent. Wir zeigen Ihnen die sieben größten Kostenfallen und wie Sie sie umgehen.

1. Zusatzfahrer: Die teuerste Extragebühr

Ein zweiter Fahrer kostet bei den meisten Anbietern zwischen 8 und 15 Euro pro Tag. Bei einer zweiwöchigen Miete kommen schnell 200 Euro oder mehr zusammen.

Spartipps für den Zusatzfahrer

  • Partner kostenlos eintragen: Sixt erlaubt bei vielen Tarifen einen kostenlosen Zusatzfahrer (Ehepartner oder Lebenspartner). Fragen Sie direkt bei der Buchung danach.
  • Nur in Ausnahmefällen eintragen: Wenn Sie zu zweit reisen, aber nur einer fährt (z. B. auf Langstrecken), müssen Sie den zweiten Fahrer nicht eintragen – außer er soll tatsächlich selbst fahren.
  • Ohne Zusatzfahrer buchen, aber flexibel sein: Manche Vermieter verlangen vor Ort plötzlich einen Aufpreis. Prüfen Sie die AGB vorab genau.
  • Anbieter vergleichen: Bei einigen lokalen Vermietern in Südeuropa ist der zweite Fahrer im Preis inbegriffen.

Mehr Tipps zum Sparen bei der Buchung finden Sie in unserem Artikel zum Mietwagen günstig buchen.

2. Navigationsgerät (GPS): Bis zu 15 € pro Tag – völlig unnötig

Ein Mietwagen-GPS kostet oft 10 bis 15 Euro pro Tag. Bei einer Woche sind das 70 bis 105 Euro – für ein Gerät, das Sie vermutlich nie wieder benutzen.

Die besseren Alternativen

  • Google Maps / Apple Maps: Kostenlos auf Ihrem Smartphone. Laden Sie die Offline-Karten vorab herunter – dann brauchen Sie nicht einmal mobiles Internet.
  • Eigenes Navigationsgerät: Falls Sie noch ein altes TomTom oder Garmin besitzen, nehmen Sie es mit. Die Halterung lässt sich meist an der Frontscheibe befestigen.
  • Handyhalterung mitbringen: Eine günstige Halterung fürs Auto kostet 10-20 Euro und ist nach dem Urlaub weiter nutzbar.

Wichtig: In einigen Ländern (z. B. Frankreich, Italien) sind Handyhalterungen am Windschutzscheibengitter nicht erlaubt. Informieren Sie sich vorab über die lokalen Verkehrsregeln.

3. Kindersitz & Baby-Schale: Oft überteuert

Ein Kindersitz kostet bei den Mietwagenfirmen 5 bis 12 Euro pro Tag. Bei zwei Wochen kommen Sie auf 70 bis 170 Euro – für einen Sitz, den Sie vielleicht selbst schon besitzen.

Clevere Lösung

  • Eigenen Kindersitz mitbringen: Die meisten Fluggesellschaften transportieren Kindersitze kostenlos im Flugzeug. Sie können den Sitz bis zum Gate mitnehmen und dort abgeben.
  • Leih-Sitz vor Ort kaufen: In vielen Urlaubsländern (Spanien, Italien, Kroatien) bekommen Sie einen passablen Kindersitz im Supermarkt für 30-50 Euro.
  • Faltbarer Reise-Kindersitz: Es gibt spezielle Reise-Kindersitze, die kompakt verpackt werden können (z. B. „mifold“). Diese passen in jedes Handgepäck.

4. Tankregelung: Die häufigste Kostenfalle

Viele Vermieter bieten eine „Volle Tank – Leer zurück“-Option an. Sie zahlen vorab für einen vollen Tank und geben den Wagen leer zurück. Klingt bequem – ist aber meist teurer als selbst zu tanken.

Die sparsamste Methode

  • Full-to-Full (Voll/Voll): Sie holen den Wagen voll getankt und geben ihn voll getankt zurück. Das ist fast immer die günstigste Option.
  • Tankstelle in der Nähe finden: Nutzen Sie Google Maps, um die günstigste Tankstation in der Nähe der Rückgabestation zu finden.
  • Vorab tanken, nicht an der Autobahn: Autobahn-Tankstellen sind bis zu 20 Cent pro Liter teurer.

Lesen Sie auch unseren ausführlichen Ratgeber zur Mietwagen Tankregelung – dort erklären wir alle Fallen im Detail.

5. Versicherungs-Upgrade an der Theke

Der Klassiker: Sie haben online einen günstigen Tarif mit Basisschutz gebucht. An der Theke erklärt Ihnen der Mitarbeiter, dass Sie ohne Vollkasko ein hohes Risiko eingehen – und verkauft Ihnen eine teure „Premium“-Versicherung für 15-25 Euro pro Tag.

So wehren Sie sich

  • Externe Mietwagen-Versicherung: Für 30-60 Euro im Jahr können Sie eine separate Mietwagen-Versicherung abschließen (z. B. bei Allianz, Admiral, oder AXA). Diese deckt Selbstbehalte und Schäden ab – und zwar für alle Mietwagen, die Sie im Jahr mieten.
  • Kreditkarten-Prüfung: Viele Kreditkarten (z. B. Platinum-Karten von Amex, Visa oder Mastercard) enthalten eine Mietwagen-Versicherung. Prüfen Sie die Bedingungen vor Reiseantritt.
  • Freundlich, aber bestimmt ablehnen: Sagen Sie klar, dass Sie keinen zusätzlichen Schutz benötigen. Lassen Sie sich nicht unter Druck setzen.

Mehr dazu in unserem Spezialartikel zum Thema Mietwagen Vollkasko sparen.

6. Winterausrüstung: Schneeketten & Winterreifen

In vielen Ländern (Österreich, Schweiz, Italien, Frankreich) ist Winterausrüstung in den Wintermonaten vorgeschrieben. Die Vermieter verlangen dafür gerne 5-15 Euro pro Tag Aufpreis.

Spartipps

  • Vorab buchen: Buchen Sie Winterreifen oder Schneeketten bereits online mit – vor Ort ist es meist teurer.
  • Eigene Schneeketten mitbringen: Schneeketten sind leicht und passen ins Handgepäck. Achten Sie auf die richtige Reifengröße.
  • Anbieter mit Inklusive-Winterreifen wählen: Im Alpenraum haben manche Anbieter Winterreifen serienmäßig montiert. Fragen Sie vor der Buchung nach.

7. Grenzübertritt & Fährpässe

Wenn Sie mit dem Mietwagen ins Ausland fahren (z. B. von Spanien nach Portugal oder von Italien nach Slowenien), verlangen viele Vermieter eine Grenzübertrittsgebühr von 20 bis 50 Euro pro Überfahrt.

So sparen Sie

  • Inlandsmiete wählen: Wenn Sie nur innerhalb eines Landes fahren, brauchen Sie keine Grenzübertrittserlaubnis.
  • Vorab genehmigen lassen: Lassen Sie die Länderliste bei Buchung eintragen – vor Ort kostet es Aufpreis.
  • Anbieter ohne Gebühr: Enterprise und Sixt haben bei vielen Tarifen kostenlose Grenzübertritte innerhalb der EU.

Mehr dazu im Ratgeber Mietwagen Grenzübertritt.

Bonus: Zusatzkosten vor der Buchung erkennen

Der beste Weg, Zusatzkosten zu sparen, ist Transparenz vor der Buchung. Achten Sie auf folgende Punkte:

KostenartTypischer PreisSpartipp
Zusatzfahrer8-15 €/TagPartner kostenlos bei Sixt
GPS10-15 €/TagSmartphone + Offline-Karten
Kindersitz5-12 €/TagEigenen Sitz mitbringen
Schneeketten10-15 €/TagSelbst mitbringen
Winterreifen5-10 €/TagInklusive-Anbieter wählen
Grenzübertritt20-50 €Vorab klären

Fazit: Clever planen lohnt sich

Die Mietwagen-Zusatzkosten können den Gesamtpreis schnell verdoppeln oder verdreifachen. Mit der richtigen Vorbereitung sparen Sie jedoch 50 bis 60 Prozent der Extrakosten. Die wichtigsten Regeln:

  1. Eigenes Zubehör mitbringen (Kindersitz, GPS-Halterung, Schneeketten)
  2. Full-to-Full tanken statt Vorab-Tankoption
  3. Externe Versicherung statt teurer Theken-Upgrades
  4. Zusatzfahrer-Regelungen prüfen – Partner oft kostenlos
  5. Vorab buchen, nie vor Ort entscheiden

Nutzen Sie auch unseren Mietwagen Preisvergleich, um den besten Basistarif zu finden – und sparen Sie dann zusätzlich bei den Extras!

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